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Regeln für Mitgliedseiten

Bitte lies dir diese Regeln aufmerksam durch. Jeder einzelne Punkt ist für eine Aufnahme relevant. Und um zu verhindern, daß sie, wie oft üblich, ungelesen abgenickt werden, gibt es für alle Bewerber ein besonderes Schmankerl: Die Regeln werden abgefragt. Kein Scherz - ich habe mir etwas dabei gedacht, sie in dieser Form aufzustellen. Und glaube mir - du hast den Text schneller gelesen, als ich zum Schreiben benötigt habe!


1. Engel

Die Seite muß sich mit Engeln beschäftigen. Nicht unbegingt ausschließlich, aber doch in einem Maße, daß ein großer Schwerpunkt in diesem Bereich liegt. Das können wissenschaftliche Abhandlungen sein- theologisch, historisch, psycho- oder parapsychologisch, Gemälde, Gedichte, Fotographien von Friedhofsengeln, Geschichten und Romane, in denen Engel eine Rolle spielen. Es darf kitschig sein, aber es muß nicht, und eine Seite, die außer Kitsch nichts zu bieten hat, paßt auf die Dauer nicht zum seriösen Ansinnen dieses Ringes. Engel sind ernste, würdevolle Gestalten - und dem sollte Rechenschaft getragen werden - was nicht heißen soll, daß sie unkritisch positiv dargestellt werden müssen. Auch kritische Auseinandersetzungen sind willkommen.
Die Engel müssen nicht zwangsweise Engel heißen, sofern sie Flügel haben. Sie müssen auch keine Flügel haben, sofern sie Engel heißen und als Lichtgestalt erkennbar sind. Sprich: Der Engel muß als solches Erkennbar sein. Keine Bewerbung von reinen »Herr der Ringe«-Webseiten mit dem Argument »Die Elben sind in Wirklichkeit aber Engel« - dieser Webring ist weder darauf ausgelegt, riesengroß zu werden, noch verspricht er den schnellen billigen Link. Und es gibt wirklich schöne und empfehlenswerte Webringe für »Herr der Ringe«-Webseiten, zum Beispiel Die Gefährten - die ja wiederum auch keine reinen Engelseiten aufnehmen... Niemand soll dem Ring folgen auf der Suche nach Engeln und sich am Ende verschaukelt fühlen, weil ihm nur Elfen, Zwerge und Gebrauchtwagen begegnet sind (nicht wundern - solche Anmeldungen hat es hier schon gegeben!). Engel, okay? Danke.

2a. Urheberrecht
Es werden nur Seiten aufgenommen, die urheberrechtlich einwandfrei sind. Das Bedeutet: Keine fremden Designs, Texte und Bilder ohne Erlaubnis verwenden. Eigentlich ein ganz einfacher Punkt, scheint es doch das zu sein, woran die meisten Webseiten - namentlich die sogenannten privaten - scheitern. Wenn du nicht sicher bist, ob bei deiner Seite alles im grünen Bereich ist, ist es das wahrscheinlich nicht. Denn wenn du alle Inhalte deiner Seite selbst erstellt hast, gibt es keinen Grund zu zweifeln. Jeder Text, jedes Bild hat einen Urheber. Auch kleine Dinge wie Schnipsel, die zum Basteln von Globes verwendet werden, oder Forenavatare. Wofür man keine ausdrückliche Erlaubnis hat, gehört nicht auf die eigene Webseite. Was man bei anderen Leuten bewundert, kann man bookmarken, aber man muß es nicht gleich klauen. Viel mehr zu diesem Thema und freundliche Menschen, die Fragen dazu beantworten, gibt es bei den Schatzwächtern.
Ich weiß, daß es viele Seiten mit Engelchen-Globes gibt, und ich werde keine in den Webring aufnehmen. Nicht, weil mir Globes zu kitschig sind - auch wenn sie das sind - sondern wegen der mannigfaltigen Urheberrechtsverstöße, die damit zusammenhängen. Auch eingescannte Glanzbilder (Oblaten) unterliegen dem Urheberrecht.
Bei wissenschaftlichen Arbeiten ist es wichtig, korrekt zu zitieren, mit Quellenangaben, und nicht abzuschreiben. Passagen aus anderen Werken, die über bloße Zitate hinausgehen, bedürfen ebenso einer Genehmigung wie Bildmaterial.

2b. Impressum

Wie auch immer man die gegenwärtige Rechtslage aussehen mag, und egal, aus welchem Land die Seiten kommen, Seiten dieses Webrings benötigen ein vollständiges Impressum. Vollständig bedeutet in diesem Fall: Vollständiger - und richtiger - Name, Straße, Postleitzahl, Ort, sowie eine funktionsfähige Emailadresse. Letztere muß ausgeschrieben sein in der Forum name@mailhost.de - weder verklausuliert à la name [at] mailhost [dot] de , noch hinter mailto-Links verborgen - wer einen Webmailer benutzt, dem muß man keine unnötigen Steine in den Weg räumen. Und ein Impressum anzubieten, ist eine Form von Höflichkeit dem Seitenbesucher gegenüber. Wer sich seiner Inhalte so sehr schämt, daß er nicht mit ihnen in Verbindung gebracht werden möchte, der muß auch keinen Webringen beitreten.
Das Impressum muß nicht von jeder einzelnen Unterseite aus aufrufbar sein, aber auf der Hauptnavigationsseite hinter einem eindeutig bezeichneten Link (»Impressum«, bei englischsprachigen Seiten auch »Imprint«) leicht aufzufinden sein. Es ist nicht zulässig, das Impressum als Bilddatei einzubinden, da Sehbehinderte dann nicht mehr an seinen Inhalt herankommen.
Auch hier wissen die Schatzwächter Rat, dort gibt es auch einen praktischen Konverter, mit dem es den Spamversendern erschwert wird, deine E-mailadresse aus dem Seitenquelltext auszulesen.

3a. Design  
Natürlich ist Design eine persönliche Sache, und die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Aber es gibt ein paar Grundsätze, die für alle gelten, zumindest in diesem Webring:
- Weniger ist mehr. Eine Seite, die mit blinkenden und tanzenden Bildern, psychedelischen Farbverläufen, flimmernden Überblendungen und bezaubernden Mausverfolgern ausgestattet ist, hinterläßt vielleicht einen bleibenden Eindruck - aber nicht den vom Designer erwünschten. Statt die Seite mit Javascript zu überfrachten, macht es mehr Sinn, ihr eine klare Struktur zu geben, bei der die Inhalte im Vordergrund stehen.
- Keine Macht den Klonen. Austauschbare Seite, von Generatoren mit »Fügen Sie hier ihren Text ein«-Feldern erstellt, verdienen es nicht, in einer Reihe zu stehen mit Seiten, denen die Webmaster mit stundenlangem Pixelschubsen oder Codearbeit ihr individuelles Aussehen verliehen haben. Webdesign ist nicht so schwer, wie die Vermarkter von Baukastenmodellen uns glauben machen wollen. Und ein einfaches, aber liebevolles eigenes Design hat mehr Persönlichkeit als ein hochglanzpoliertes, seelenloses Webset.
- Nur die Liebe läßt uns leben. Eine hastig zusammengestoppelte Seite, die lieblos Bild an Bild reiht oder bei der Text an allen vier Rändern klebt, ist nicht schön. Da Engel und Schönheit aber immer Hand in Hand gehen, und da Schönheit ohne Liebe tot ist, wird honoriert, wessen Seite mit Liebe gestaltet ist - sofern von der Liebe am fertigen Produkt noch etwas zu erkennen ist, heißt das.

3b. Benutzerfreundlichkeit
Man kann die Benutzerfreundlichkeit als Bestandteil des Designs sehen, ich führe sie hier aber noch einmal separiert auf. Zur Benutzerfreundlichkeit gehört:
- Die Seite muß in allen gängigen Browsern funktionieren - Internet Explorer, Firefox, Opera und Netscape - das bedeutet nicht, daß sie in allen Browsern gleich aussehen muß, aber Navigation und Inhalte müssen für jeden erreichbar sein.
- Die Seite muß mindestens in einer Auflösung von 1024x768 ohne horizontale Scrollbalken funktionieren. Noch schöner ist, wenn das auch für 800x600 gilt - es gibt immer noch viele Menschen, die an ihren alten Fünfzehn-Zoll-Monitoren sitzen oder die aufgrund von Sehproblemen eine große Auflösung gewählt haben. Der Einundzwanzig-Zoll-Flachbildschirm ist immer noch die Ausnahme
- Die Seite muß auch mit deaktiviertem Javascript und ohne daß spezielle Plugins installiert werden müssen besurfbar sein. 
- Die Schrift muß sich klar vom Untergrund absetzen. Das geht nur, wenn ein ausreichender Hell-Dunkel-Kontrast vorhanden ist. Hellgrün auf Gelb, Grau auf Flieder mag stylisch sein, aber wenn es kein Mensch lesen kann, ist niemandem gedient. Auch Nicht-Sehbehinderte mögen keine Seiten, die ihnen Augenkrebs verursacht. Damit die Schrift für den Benutzer markierbar oder skalierbar ist, muß Text auch als Text vorliegen, nicht nur als Bild. Überschriften dürfen als Bilddateien in Zierschrift gehalten werden - aber das ist die Ausnahme, nicht die Regel.
- Die Ladezeiten dürfen nicht zu hoch sein. Nach wie vor sind gut die Hälfte aller Internetbenutzer in Deutschland ohne DSL unterwegs - nicht, weil sie zu dumm, geizig oder faul sind, sondern weil die Telekom ihre Orte für »Nicht DSL-würdig« erachtet und kein Breitbandinternet verfügbar ist. Aus Rücksicht darauf gilt: Flashintros muß man überspringen können (und zwar, bevor sie komplett hereingeladen haben), große Bilddateien in Galerien können hinter kleinen Thumbnails angebracht werden
- Tote Links sind rüder für den Besucher, als wenn die Seite nur drei Menupunkte hat. Jede Webseite ist ein dynamisches Gebilde, auch ohne daß man sie mit einem Baustellenschild versehen muß. 
- Und nicht zuletzt: Sprache. Seiten, die Schindluder mit der Grammatik treiben, sind ein Graus. Dazu gehören auch Apostrophenwildwuchs, Babelfishenglisch und ein Übermaß an Ausrufezeichen sowie Kommaboykott. Lieber einmal den Korrekturleser quälen, als daß jeder zweite Besucher dem Zwiebelfisch einen Screenshot schickt... 

4. Webring-Navigation
Damit der Webring als solcher auch funktioniert, ist es essentiell, daß auf jeder Mitgliedseite das Navigationsbanner eingebaut ist. Es gibt - wie inzwischen bei den meisten Webringen üblich - ein großes Banner und ein kleines. Wer das große nicht auf seine Startseite setzen möchte, nimmt statt dessen das kleine; das große Banner gehört dann auf eine Seite, die mit »Webringe«, »Links« oder »Partnerschaften« bezeichnet sein muß. In jedem Fall gehört aber eine Navigationsmöglichkeit auf die Startseite, damit es möglich ist, dem Ring zu folgen, ohne sich auf der Suche nach der Fortsetzung erst durch Menus und Unterseiten kämpfen zu müssen.
Seiten im Bewerberstatus sind noch keine vollwertigen Ringmitglieder und erhalten ein spezielles Bewerberbanner, das als Platzhalter dahin kommt, wo später die Webringnavigation sein wird.

5. Aktivität
Ich erwarte nicht, daß ein Webringmitglied Tag und Nacht im Forum aktiv ist, aber zumindest angemeldet sollte es sein. Deine Bewerbung wird erst dann weiterbearbeitet, wenn du dich im Forum zeigst und Bereitschaft zur Mitarbeit signalisierst - und das muß immer auch die Bereitschaft beinhalten, Kritik einzustecken oder Änderungen an deiner Seite vorzunehmen.
Auf die Dauer kann aus diesem Webring auch eine Community wachsen, aber das ist nicht zwingend notwendig. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt stehen die verbundenen Webseiten im Mittelpunkt. Wer darüber hinaus Kontakt zu anderen Engelsinteressierten sucht und sich gerne mit ihnen austauschen möchte, ist herzlich eingeladen, das Forum dafür zu nutzen.


Alles gelesen? Alles verstanden? Mit allem einverstanden? Dann geht es weiter zur Bewerbung.